Nina Blazon: Lillesang

„LILLESANG – Das Geheimnis der dunklen Nixe“ von Nina Blazon

Seit ich Der dunkle Kuss der Sterne von Nina Blazon gelesen habe gehört sie eindeutig mit zu meinen Lieblingsautoren. Das ein oder andere Buch habe ich von ihr bereits im Regal stehen und nun gesellt sich auch Lillesang für das etwas jüngere Buchpublikum dazu – ob das wohl was geworden ist?

Klappentext

Als Jo und ihre Familie das alte Haus an der dänischen Küste erben, erzählt die kauzige Nachbarin Bente die Geschichte von dem Gongur, der an Land kommt und Menschen ins Meer zieht. Anders als ihre Mutter, die das Wasser meidet, lässt Jo sich von der Alten nicht ins Bockshorn jagen. In der Nacht jedoch wird sie tatsächlich von einer Stimme an den Strand gelockt. Bente kann das schlafwandelnde Mädchen in letzter Minute retten. Was hat es mit dem Nixen-Wesen auf sich? Und warum versteckt Jos Mutter alte Fotos, auf denen Gesichter herausgekratzt sind? Jo ahnt, dass ein uraltes Geheimnis auf ihrer Familie lastet. Sie ahnt nicht, dass Bente den Schlüssel dafür in der Hand hält …

Mit Lillesang schreibt Nina Blazon nun also einen weiteren Mystery-Roman, ein Genre, mit dem sie auch zuvor schon einige Erfahrungen gesammelt hat. Ein Buch, das ich hier noch in Erinnerung habe ist LAQUA – Der Fluch der schwarzen Gondel. Das dürfte sich altersmäßig denke ich auch an die selbe Zielgruppe der Leser von 10 – 12 Jahren gerichtet haben.

Meine Meinung

Mir persönlich gefällt die Idee hinter Lillesang sehr gut. Bereits beim Lesen des Klappentexts freut man sich auf ein spannendes Buch – zumal ich ja die vorigen Werke von Nina Blazon kenne und mich damit auch an einen gewissen und bei dieser Autorin sehr hohen Standard gewöhnt habe. Doch bereits die ersten Seiten von Lillesang kamen mir schon ein bisschen suspekt und langgezogen vor – trotzdem hatte ich immerhin ein neues Buch in der Hand und las mal ein bisschen weiter. Doch leider wurde es nicht besser. Die Spannungskurve ist mit kurzen Höhepunkten besetzt, die wirklich großartig sind – diese wenigen Lichtblicke machen aber beim Lesen keinen Spaß mehr, wenn man sich zwischenzeitlich auf langgezogenen Geraden in besagtem Spannungsbogen befindet, in denen so gut wie nichts passiert.

Später im Buch gibt es auch wieder einige großartige Stellen, die wirklich zu loben sind und beim Lesen sehr viel Spaß machen. Doch gerade an diesen Stellen verliert das Buch an Logik und Zusammenhang, die auch in einem Fantasy-Buch zu finden sein sollten.

Buchzitat

»Ich muss zu ihr«, brüllte Jo gegen das Tosen an. »Ich kann Lillesang nicht allein lassen.«
»Bist du wahnsinnig?«, schrie Mads. »Ondana ist unverwundbar, wie willst du sie besiegen? Sie mit bloßen Händen in eine Sardinenbüchse stopfen?«
Jo hatte ehrlich gesagt auch keine Ahnung […] aber zumindest eines wusste sie in völliger Klarheit: Wenn sie jetzt davonlief würde ihre Mutter sterben.

Blazon, Nina: LILLESANG – Das Geheimnis der dunklen Nixe, cbj 2014, S. 373 f.

Fazit

Lillesang ist ein Buch mit höhen und tiefen von denen letztere leider Überwiegen. Die Idee ist gut, wurde jedoch leider eher mäßig umgesetzt. Vor allem von einer Autorin wie Nina Blazon, die ich sehr oft und gerne lese hätte ich mehr erwartet. Vor allem für die Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 12 Jahren ist das Buch höchstwahrscheinlich nicht spannend genug. Lillesang ist also kein schlechtes Buch, schafft es jedoch leider nur an einigen wenigen Stellen auf das Niveau von Blazons anderen Werken.

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Vitus Hösl

Ich bin Webentwickler und Gründer dieses Blogs und kümmere mich hier um alles technische. Außerdem bin ich natürlich leidenschaftlicher Leser, am liebsten Thriller und Science Fiction (Lieblingsbuch: "Little Brother" von Cory Doctorow)

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